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Acer H5380BD Testbericht

alex, 16. Januar 2015
Endnote 1,8 Gut
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Der Acer H5380BD ist ein guter Heimkinoprojektor für den kleinen Geldbeutel. Er überzeugt durch viele Einstellmöglichkeiten, einfache Bedienung und einer für diese Preisklasse ungewöhnlich guten Bildqualität. Das Lüftergeräusch ist gerade noch akzeptabel. Im Lieferumfang ist auch eine Tasche inbegriffen. Der Stromverbrauch hält sich in Grenzen.

(113 Rezensionen)

POSITIV

  • + viele Einstellmöglichkeiten
  • + für diese Preisklasse sehr gute Bildqualität
  • + Tasche wird mitgeliefert

Negativ

  • - nur ein HDMI-Anschluss
  • - Einstellung der Farbtemperatur kompliziert
  • - kein natives Full HD

Schön sieht er aus, der Acer H5380BD. Das verhältnismäßig große weiße Gehäuse mit den abgerundeten Kanten und dem großen Objektiv macht gleich deutlich, dass es hier um Home Entertainment geht. Mit einem guten Kontrastverhältnis von 13.000:1, der hochwertigen Projektionstechnik DLP und 3D-Unterstützung ist der H5380BD ein vielversprechender Kandidat für den Heimkinoabend. Der Beamer ist zum Straßenpreis von etwa 380 Euro erhältlich und bewegt sich damit rein preislich in der Einstiegsklasse.

Design und Inbetriebnahme

Ungewöhnlich ist, dass die Anschlüsse an der linken Seite angebracht sind und nicht wie bei fast allen anderen Geräten an der Hinterseite. Das ist dann praktisch, wenn der Beamer beispielsweise in einem Regal steht und nach hinten nicht viel Platz ist.

Wenn es um die Inbetriebnahme geht, sind Beamer sympathische Geräte. Da macht auch der H5380BD keine Ausnahme. Auspacken, Netzkabel einstecken, Batterien in die Fernbedienung stopfen, das HDMI-Kabel mit dem Blu-ray-Player verbinden, einschalten und der Kinoabend kann losgehen. Na ja, scharfstellen sollte man vielleicht noch, das geht aber mit dem dick gerändelten Objektiv sehr einfach.

Das Design des Acer H5380BD

Bedienung

Die Bedienung des Acer stellt den Anwender nicht vor unüberwindbare Probleme. Auf der Oberseite des Geräts findet sich nur eine einzige Taste, die zum ein- und ausschalten dient. Alle weiteren Funktionen werden über die kompakte Fernbedienung geregelt, die auch anderen Acer-Beamern beiliegt. Die Tasten sind farblich voneinander abgesetzt, der Abstand zwischen den Tasten so groß, dass man nicht daneben tippt.

Ein Klick auf Menü und auf der Leinwand erscheint das Acer-Menü mit allen Einstellmöglichkeiten. Die sind vielfältig, vor allem im Bereich der Farbregelung gibt es eine Menge einzustellen. So kann man das Gerät auf die Wandfarbe einstellen, falls man beispielsweise direkt auf die Wand und nicht etwa auf eine weiße Leinwand projiziert. Darüber hinaus gibt es die grundlegende Anzeigemodi “hell”, “Standard”, “Film”, “Film dunkel”, “Spiel” und “Sport” sowie den individuell einstellbaren Modus “Benutzer”. In den meisten Fällen dürfte der Standard-Modus der richtige sein, der Modus “Spiel” ist eventuell bei PC-Spielen passend, fürs Heimkino ist er zu grell.

Ziemlich komplex wird es dann doch bei den Farbwerten – auch wenn diese bereits ab Werk natürlich wirken. Das Menü bietet nicht nur die üblichen Einstellungen wie Helligkeit und Kontrast, auch die Farbtemperatur lässt sich unterteilt nach R, G und B stufenlos regulieren. Die meisten Nutzer dürften damit überfordert sein. Wer nicht professionell im Bereich Grafik oder Bildbearbeitung tätig ist, wird sich schwertun, die Farbtemperatur in R, G und B stufenlos einzustellen und dann insgesamt ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das gilt umso mehr, weil es sich ja nicht um einen Highend-Kino-Beamer handelt, sondern um einen Heimkino-Projektor der Einstiegsklasse.

Besser, weil praxisnäher wäre es gewesen, einfach drei oder vier unterschiedliche Stufen von warm bis kühl vorzugeben. Wie dies beispielsweise bei Benq-Prozessoren wie dem TW523P der Fall ist.

Das Betriebsgeräusch des Projektors ist zwar nicht gerade leise zu nennen, da der Kühler aber sehr gleichmäßig dreht und auch nicht zum plötzlichen Aufheulen neigt, ist es akzeptabel.

Bildqualität

In Sachen Bildqualität kann uns der Acer H5380BD bei den Beamern unter 500 Euro am meisten überzeugen. Zu unserer Testumgebung gehört die Leinwand Celexon Economy (184 x 184 cm) sowie der 3D-Dokumentarfilm Amazonas und der Science-Fiction-Film “Gravity”.

Bei der Filmvorführung im verdunkelten Raum zeigen sich dann die Qualitäten des Geräts. Hier überrascht uns das voluminöse Gehäuse mit dem Riesenobjektiv mit einer für diese Preisklasse außergewöhnlichen Bildqualität. Zwar beträgt die native Auflösung “nur”  720p bei 1.280 x 720 Bildpunkten (Full-HD Beamer gibt es erst ab ca. 500 Euro), doch das Filme gucken macht Spaß.

Die Farben sind auch im Standardmodus leuchtend und wirken sehr natürlich. Im Modus “Film” wirken die Farben noch einen Tick wärmer. Die Schwärze im Weltall-Thriller “Gravity” ist schön satt und an Schärfe und Detailreichtum gibt’s auch nichts zu meckern. Die Helligkeitsverteilung ist sehr gut, nur gegen die Ränder hin ist ein leichter Helligkeitsabfall feststellbar. Beim Betrachten von Filmen fällt das aber nicht auf. Das sieht man erst, wenn man ein weißes Testbild generiert.

Auch die Bildqualität bei Diashows, die man sich beispielsweise über das VGA-Kabel vom Notebook einspielen lässt, ist ohne Tadel.

Für diese Preisklasse ist die Bildqualität mehr als überzeugend. Wer eine noch bessere Heimkinoqualität wünscht, muss etwas tiefer in die Brieftasche greifen und sich beispielsweise den BenQ TH681 für rund 600 Euro ansehen.

Die Testumgebung

Funktionen und Anschlüsse

Der 3D-Modus funktioniert problemlos. Die Synchronisation mit einer 3D-Brille von Pulox geschieht automatisch, ohne dass man etwas konfigurieren müsste. Der Acer H5380BD bietet für seine Preisklasse reichlich Anschlussmöglichkeiten: Zwei VGA-Buchsen, RS232, S-Video, USB, Audio – und leider nur eine HDMI-Buchse. Man muss also immer umstöpseln, wenn man nach dem Blu-ray-Player beispielsweise eine Spielekonsole anschließen möchte.

Die Anschlüsse an der Rückseite

Verbrauch

Beim Stromverbrauch bleibt der H5380BD bescheidener als die Kollegen P1500 und H6510BD. Im Normalbetrieb zieht er nur 215 W, im Eco-Modus sind es etwa 185 W. Die Lampe hält laut Acer bis zu 10.000 Stunden, in Onlineshops ist eine Ersatzlampe für etwas mehr als 100 Euro erhältlich.

Unser Fazit

Der Acer H5380BD ist ein guter Heimkinoprojektor für den kleinen Geldbeutel. Er überzeugt durch viele Einstellmöglichkeiten, einfache Bedienung und eine für diesen Preis sehr gute Bildqualität. Farben werden natürlich dargestellt und die Schwarzwerte gehen auch in Ordnung. Das Lüftergeräusch ist gerade noch akzeptabel. Bei den Beamer unter 500€ erhält der Acer H5380BD unsere klare Kaufempfehlung.

(113 Rezensionen)

POSITIV

  • + viele Einstellmöglichkeiten
  • + für diese Preisklasse sehr gute Bildqualität
  • + Tasche wird mitgeliefert

Negativ

  • - nur ein HDMI-Anschluss
  • - Einstellung der Farbtemperatur kompliziert
  • - kein natives Full HD
Endnote 1,8 Gut

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung/Design
    2.0
     
  • Bedienung
    1.5
     
  • Funktionen
    1.5
     
  • Bildqualität
    1.5
     
  • Ausstattung/Anschlüsse
    2.0
     
  • Stromverbrauch/Lampen
    2.0
     
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