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Acer H6510BD Testbericht

alex, 5. März 2015
Endnote 1,9 Gut
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Ein kompakter Mittelklasse-Beamer, der für Präsentationen geeignet ist und auch im Heimkino mit Full HD einen guten Job macht. Das ist der Anspruch des Acer H6510BD. Der Test zeigt, wie gut der Acer seine Aufgaben erfüllt.

( Rezensionen)

POSITIV

  • + echte Heimkino-Qualität mit Full HD und 3D

  • + schneller Start 

  • + sehr kompakt
  • + viele Einstellmöglichkeiten


Negativ

  • - lauter Lüfter

Der kantige H6510BD sieht eigentlich aus wie ein kompakter Business-Beamer, ist aber auch ein Heimkino-Beamer mit Full-HD-Auflösung (1.920 × 1.080) und 3D-Technik. Der H6510BD kostet in Onlineshops circa 650 Euro und hat damit schon die Low-Budget-Klasse verlassen. Er ist eher als Mittelklassegerät anzusehen, das kompakte Abmessungen mit anspruchsvoller Bildqualität und Präsentations-Tauglichkeit verbindet.

Inbetriebnahme

Der H6510BD ist nicht gerade ein Design-Highlight. Mit seinem eher kantigen, schmucklosen Gehäuse im klinischen Weiß kommt das Gerät recht nüchtern und schnörkellos daher. Mit Abmessungen von 78 × 264 × 220 mm und einem Gewicht von 2,2 Kilo ist das Gerät auch leicht transportabel, eine entsprechende Nylontasche ist bereits im Lieferumfang.

Das kantige Gehäuse des H6510BD

Wie alle Beamer ist auch der H6510BD nach dem Auspacken in wenigen Minuten startklar. Das gilt auch für den Einschaltvorgang. Im Test dauert es ca. 25 Sekunden, bis die Projektion steht, der Druck auf den Ausschaltknopf bringt den Acer ebenfalls nach wenigen Sekunden zum Stillstand.

Auf der Oberseite finden sich im Gehäuse versenkte Tasten zur Bedienung des Beamers. Eine kleine Fernbedienung mit farblich markierten Tasten – die gleiche wie beim H5380BD – liegt ebenfalls bei.

Allerdings ist das Betriebsgeräusch nicht gerade sehr dezent. Für den Genuss von dialoglastigen Arthouse-Movies im kuscheligen Apartment ist das Gerät nicht ideal. Bei Präsentationen oder bei der Vorführung im großen Salon ist das Geräusch aber kein Problem, zumal der Lüfter gleichmäßig dreht und nicht zum nervigen Aufheulen neigt.

Bedienung

Ähnlich wie beim großen Bruder H5380BD gelingt auch hier die Bedienung ohne den Blick ins Handbuch. Mit den Tasten auf der Oberseite hangelt man sich ebenso sicher durch die Menüs wie mit der Fernbedienung.

Zahlreiche Einstellmöglichkeiten in einem übersichtlich strukturierten Menü erfreuen den Power-User. Die fürs Heimkino wichtigen Einstellungen wie Helligkeit, Kontrast, Gamma-Wert oder Farbtemperatur sind einstellbar. Allerdings ist gerade die Regulierung der Farbtemperatur vielleicht etwas zu differenziert geraten. Alle drei Grundfarben R, G, B kann man individuell und stufenlos regeln. Anwender, die es gewohnt sind, die Farbgebung auf “kühl”, “normal” oder “warm” zu stellen, sind damit bestimmt überfordert. Hier wäre eine simplere Einstellung in mehreren Stufen vielleicht die bessere Wahl gewesen.

Man kann das Herumgezupfe an den Farbwerten aber einfach lassen und sich mit den vordefinierten Anzeige-Modi begnügen: Der Modus “Standard” ist für die meisten Szenarien gut, bei Filmen schaltet man auf “Film” oder “Film dunkel”, dadurch wird die Farbgebung einen Tick wärmer.

Bildqualität

Der H6510BD ist zwar ausgesprochen kompakt, zaubert aber ein vergleichsweise großes Bild auf die Leinwand. Mit einer Helligkeit von 3.000 Ansi-Lumen ist er auch für die Projektion in nicht abgedunkelten Räumen oder auf der Terrasse stark genug. Das Kontrastverhältnis beträgt 10.000:1, gerade noch ausreichend für Heimkino.  Denn je höher das Kontrastverhältnis, desto satter kommt das Schwarz auf der Leinwand.

In Sachen Projektionstechnik setzt Acer auf die von Texas Instruments entwickelte Technik DLP (DLP, Digital Light Processing), bei der bewegliche Mikrospiegel das Licht auf ein Farbrad leiten. Vorteil der Technik: eine besonders natürliche Farbwiedergabe. Als Nachteil gelten allerdings gelegentliche “Regenbogeneffekte” bei schnellen Bewegungen. Das Farbrad hat Acer von fünf auf sechs Segmenten “aufgerüstet”, um eine noch differenziertere Darstellung zu erreichen. Hinzu kommen hauseigene Techniken wie Color Boost und der Brilliant Color-Chip, die eine optimale Farbwiedergabe gewährleisten sollen.

Soweit die Theorie. Doch was leistet der Acer wirklich als Vorführer im Heimkino?

Nun, die Bildqualität ist erstaunlich gut. Kräftige Farben, die man im bereits erwähnten Menü noch feinjustieren kann, hohe Detailschärfe und vor allem dank Full HD ein hochauflösendes und detailreiches Bild. Nur gelegentlich, bei sehr schnellen Bildwechseln, waren die DLP-typischen Regenbogenartefakten sichtbar. Bei der Wiedergabe einer Diashow vom Notebook gibt sich das Gerät auch keine Blöße. Ein ganz leichter Helligkeitsabfall zu den Rändern hin ist bei Projektion von Videos praktisch nicht bemerkbar.

Auch beim Acer H6510BD kam das bewährte Testszenario zum Einsatz. Auf die Leinwand Celexon Economy (184 x 184 cm) werden der 3D-Dokumentarfilm Amazonas und der Science-Fiction-Film “Gravity” projiziert.

Funktionen und Anschlüsse

3D ist für den Acer auch kein Problem. Brille aufsetzen, durch Tastendruck auf dem Bügel synchronisieren lassen und das 3D-Bild steht. Bei den Anschlüssen auf der Rückseite zeigt sich der H6510BD kontaktfreudig. Bereit steht das übliche Arsenal aus VGA-Anschlüssen, S-Video, Composite, RS232 und Audio (in/out). Besonders erfreulich ist sind die zwei HDMI-1.4a-Ports. So kann man eine Spielekonsole und den DVD- oder Blu-ray-Player gleichzeitig angeschlossen lassen.

Die Anschlüsse an der Gehäuse Rückseite

Verbrauch und Lampen

Die hohe Leuchtkraft des Acer H6510BD macht sich beim Stromverbrauch bemerkbar. Im Normalmodus benötigt er bis zu 240 W, im Energiesparmodus dagegen nur noch 187 W. Bei der Nutzung in abgedunkelten Räumen ist auch der Energiesparmodus hell genug. Im Eco-Modus soll eine Lampe bis zu 7000 Stunden durchhalten. Bei Volllast ist nach 4000 Stunden Schluss. Ersatzlampen sind ab 110 Euro erhältlich.

Unser Fazit

Der H6510BD ist ein kompakter, leichtgewichtiger und trotzdem sehr leistungsfähiger Beamer, der dank seiner hohen Leuchtstärke auch für Präsentationen taugt. Störend ist eventuell nur der etwas laute Lüfter. Als Heimkino-Beamer bietet er gute Full-HD-Qualität. Die einfache Bedienung und das übersichtlich strukturierte Menü runden den guten Eindruck ab.

( Rezensionen)

POSITIV

  • + echte Heimkino-Qualität mit Full HD und 3D

  • + schneller Start 

  • + sehr kompakt
  • + viele Einstellmöglichkeiten


Negativ

  • - lauter Lüfter
Endnote 1,9 Gut

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung/Design
    2.5
     
  • Bedienung
    1.5
     
  • Funktionen
    1.5
     
  • Ausstattung/Anschlüsse
    1.5
     
  • Bildqualität
    2.0
     
  • Stromverbrauch/Lampen
    2.5
     
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