Endnote 1,9 Gut
Share Button

Acer H7532BD Testbericht

alex, 12. Mai 2014
Endnote 1,9 Gut
Share Button

Als echter Heimkino-Beamer tritt Acers H7532BD an. Der Test zeigt, wie sich der Beamer in der Praxis schlägt, und ob die Bildqualität den Namen "Heimkino" verdient.

(0 Rezensionen)

POSITIV

  • + einfache Inbetriebnahme
  • + exzellente Bildqualität
  • + Tasche im Lieferumfang
  • + zwei HDMI-Anschlüsse

Negativ

  • - wird sehr heiß

Über Heimkino-Beamer ist in den letzten zwei Jahren nicht mehr so viel gesprochen worden. Im Mittelpunkt standen eher die riesigen Flachbildfernseher mit 3D-Unterstützung. Dabei wird vergessen, dass auch ein Beamer ein wesentlich größeres Bild zaubert als selbst der größte Flachbildfernseher. Für Heimkinofans gibt es daher nichts Besseres als einen guten Heimkino-Beamer, der mühelos eine Bilddiagonale von zwei oder drei Metern erreicht und maximal sogar bis zu 7,62 Metern schafft.

In diese Kategorie gehört auch der Acer H7532BD. In Onlineshops ist er ab etwa 740 Euro erhältlich. Dafür bekommt man einen vollwertigen Full HD-Beamer mit hochwertiger Projektionstechnik und 3D-Unterstützung.

Heimkino-Beamer für 3D-Fans

Inbetriebnahme und Bedienung

Im Lieferumfang ist eine Nylontasche. Das Objektiv wird durch eine Plastikkappe geschützt. Neben einem VGA-Kabel legt Acer auch ein Composite Video-Kabel bei. Eine HDMI-Strippe fehlt. Das ist in diesem Fall vielleicht sogar die richtige Entscheidung, denn der Acer H7532BD ist ein hochwertiger Beamer, der eine entsprechend hochwertiges HDMI-Kabel verdient hat. Aber die Standardstrippen, die die Hersteller in den Karton legen, taugen dafür einfach nicht. Hier sollte man sich im Fachhandel ein gutes Kabel besorgen. Ordentliche Qualität gibt es ab etwa 15 Euro für ein 2-Meter-Kabel. Wer´s highendig mag, könnte bei Anbietern wie In-Akustik oder dem bekannten Audiokabelspezialisten Oehlbach fündig werden. Vorsicht, die Dinger können richtig teuer sein.
Eine echte Zumutung ist der Quick Start Guide. Ein dünnes Heftchen, das in 30 Sprachen erklärt, welche Anschlüsse der Acer H7532BD bietet und wie man ihn einschaltet. Das hätte man sich sparen können. Allerdings ist die Bedienung des Geräts insgesamt so einfach, dass man in der Regel nicht ins PDF-Handbuch gucken muss.

Gute Ausstattung, schneller Start

Nach dem Einschalten

Nach dem Einschalten ertönt ein sonores Piepen, nach weiteren 50 Sekunden ist der Beamer einsatzbereit. Ganz flüsterleise ist der Acer nicht, empfindsame Gemüter könnten das Lüftergeräusch als lästig empfinden, da der Lüfter aber sehr rund und gleichmäßig dreht und nicht unangenehm pfeift, gewöhnt man sich daran.
Allerdings wird der Acer ganz schön heiß. Sowohl auf der Unterseite als auch auf der rechten Seite fühlt sich das Gehäuse heiß an. Die Hitze hat bei der ersten Heimkino-Session nach dem Kauf den Nebeneffekt, dass ein penetranter Plastikgeruch im Raum hängt. Wer den Duft von frischen Luftmatratzen mag, wird den Acer lieben. Allerdings verflüchtigt sich das nach einigen Sessions.

Am Bedienkonzept des Geräts gibt es nichts auszusetzen. Sowohl über Fernbedienung als auch über die Tasten an der Oberseite navigiert man schnell und einfach durch eine recht übersichtlich angelegte Menüstruktur.

Für den Heimkino-Einsatz ist eine differenzierte Regelung von Werten wie Kontrast, Helligkeit und Farbgebung wichtig. Beim Acer H7532BD kann man hier auch die Farbtemperatur und den Gamma-Wert festlegen. Auch die Anpassung an die Wandfarbe ist möglich. Praktisch ist das, wenn man beispielsweise auf eine Raufasertapete projiziert.

Bildqualität

Schon die Eckdaten des Acer sprechen für die Konzentration auf den Heimkino-Einsatz. Die Leuchtstärke ist mit 2.000 ANSI Lumen ausreichend für schattige Plätze und abgedunkelten Räume, aber nicht hell genug für Präsentationen in sehr hellen, großen Räumen. Dafür verspricht das Kontrastverhältnis von 50.000:1 ein Bild mit sattem Schwarz und sauberem Weiß.

Als Projektionstechnik nutzt Acer die von Texas Instruments entwickelte und im Projektorbereich etablierte DLP-Technik (DLP, Digital Light Processing). Diese arbeitet mit beweglichen Mikrospiegeln, die das Licht auf ein rotierendes Farbrad mit fünf Segmenten werfen. In der aktuellen Variante nutzt Acer ein Farbrad mit sechs Segmenten, was noch differenziertere Farbgebung und satte Farben bringen soll. Zudem soll ein neuer Bildverarbeitungsalgorithmus in Verbund mit einer Lichtsteuerung Technologie der Lampenhersteller Osram und Philips die Bildqualität weiter verbessern.

Für Heimkino optimiert: Hohe Auflösung und natürliche Farben

Soweit die Theorie. Im Praxistest haben wir uns den Science-Fiction-Film “Gravity” und die 3D-Doku “Amazonas” angesehen. Im abgedunkelten Raum musste der Acer in Zusammenarbeit mit der Leinwand Celexon Economy (184 x 184 cm) zeigen, ob er wirklich echtes Heimkino zu bieten hat.

Die Antwort lautet: Ja. Die Schwärze des Weltalls im Science-Fiction-Film “Gravity” kam geradezu majestätisch rüber, und in der Amazonas-Doku erfreuen die differenzierten Grüntöne. Das Bild ist bei subjektiver Betrachtung über die ganze Leinwand hinweg gleichmäßig hell und scharf. Die Farben sind frisch und gleichzeitig natürlich, Detailreichtum und Feinzeichnung sind wunderbar.

Anschlüsse und Funktionen

Der Acer bietet folgende Anschlüsse: Composite, S-Video, Component, VGA, RS232, USB, Audio sowie zwei HDMI-Buchsen. Der Nutze kann also über HDMI zwei Zuspieler immer angesteckt lassen, beispielsweise Spielekonsole und Blu-ray-Player. Über den VGA-Anschluss wird beispielsweise das Notebook bei der Präsentation oder für die Wiedergabe von Fotos angestöpselt.
Keine Probleme bereitet der 3D-Modus. Im Praxistest haben wir die 3D-Shutterbrille von Pulox verwendet. Im Prinzip muss man nur den Film im 3D Modus starten, im Projektor ebenfalls 3D aktivieren und dann durch einen Tastendruck am Brillenbügel die Synchronisation mit dem 3-D-Signal starten.

Gamer aufgepasst: 2 HDMI Anschlüsse

Der Stromverbrauch ist der Leistung des Projektors entsprechend nicht ganz niedrig, er liegt im Normalmodus bei durchschnittlich 265 Watt, im Stromsparmodus sind es noch 216 Watt. Die Lebensdauer der Lampe liegt laut Hersteller bei bis zu 4.000 Stunden. Erreicht werden die aber wohl nur bei pfleglicher Behandlung. Also, nach dem Heimkinoabend das Gerät nicht gleich vom, Netz nehmen, sondern schön abkühlen lassen. Auch der Einsatz des lampenschonenden Energiesparmodus hilft. Eine Ersatzlampe ist zu Straßenpreisen von etwa 164 Euro erhältlich.

Unser Fazit

Der Acer H7532BD überzeugt als hochwertiger Projektor mit hoher Bildqualität. Das Lüftergeräusch ist gerade noch akzeptabel. Weitere Pluspunkte sind der doppelte HDMI-Anschluss und die gute Ausstattung. Also, Daumen hoch für Heimkino-Fans und Gamer.

(0 Rezensionen)

POSITIV

  • + einfache Inbetriebnahme
  • + exzellente Bildqualität
  • + Tasche im Lieferumfang
  • + zwei HDMI-Anschlüsse

Negativ

  • - wird sehr heiß
Endnote 1,9 Gut

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung
    2.5
     
  • Bedienung
    2.5
     
  • Funktionen
    1.5
     
  • Ausstattung/Anschlüsse
    2.0
     
  • Bildqualität
    1.5
     
  • Umwelteigenschaften
    3.0
     
RATGEBER

Sie können sich nicht entscheiden?

Mehr erfahren

Datenblatt

Bestenliste