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Acer P1173 Testbericht

alex, 1. September 2014
Endnote 3,1 Befriedigend
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Der kompakte und preiswerte P1173 von Acer ist schon für unter 300 Euro zu haben und soll gleichermaßen für Präsentationen und den Heimkinoabend taugen. Wie gut das gelingt, zeigt der Test.

(86 Rezensionen)

POSITIV

  • + simple Bedienung
  • + Tasche im Lieferumfang
  • + kompakte Abmessungen

Negativ

  • - lauter Lüfter
  • - kein echter Heimkino-Beamer

Der Acer P1173 ist laut Hersteller gleichermaßen als Projektor für Heimkino und Daten geeignet. Das kompakte Gerät ist bei Onlineshops schon für 288 Euro zu haben. Für die Eignung als Datenprojektor sprechen die hohe Lichtstärke von 3.000 Ansi-Lumen. Für Heimkino-Qualitäten stehen die weiterentwickelte DLP-Projektionstechnik sowie die 3D-Tauglichkeit.

Inbetriebnahme 

Im Lieferumfang des P1173 ist eine schwarze Nylontasche, so kann man das Gerät bequem mitnehmen. Erfahrene Anwender werden das PDF-Handbuch gar nicht erst aufmachen, denn die Inbetriebnahme des Acer ist sehr einfach. Nach dem Einschalten ist das Gerät in etwa 25 Sekunden einsatzbereit.

Datenbeamer mit Heimkino-Ehrgeiz

Allerdings fällt sofort auf, dass der Lüfter nicht gerade ein Leisetreter ist. Je kleiner der Raum, je näher die Sitzposition am Projektor und je stiller die Filmszene, desto lästiger ist der Lüfterlärm. Gut, dass die maximal Bilddiagonale bei 7,62 Meter liegt, so kann man in größeren Räumen etwas mehr Abstand zum lautstarken Lüfter halten.

Funktionalität

In Sachen Bedienung und Funktionsvielfalt gibt sich der Acer keine Blöße. Vieles erledigt der P1173 automatisch, wie beispielsweise die vertikale Trapezkorrektur oder die selbstständige Erkennung der Zuspielquelle. Insgesamt sind sechs Projektionsmodi voreingestellt, darunter Video, TV, Spiele oder auch Präsentationen. Sogar einen Modus für die Projektion auf Schultafeln gibt es. Daneben kann man sich zwei benutzerdefinierte Einspielungen abspeichern.

Einstellungen wie Helligkeit, Kontrast, Wandfarbe oder Farbtemperatur nimmt man bequem über die Tasten auf der Oberseite des Gehäuses oder über die kleine Fernbedienung vor. Das Bedienmenü ist tadellos übersichtlich strukturiert und eindeutig beschriftet. Auch auf der Fernbedienung findet man sich dank farblich markierter Tasten schnell zurecht. Die Regelung der Farbtemperatur ist sehr differenziert, man stellt die Intensität von Rot, Grün und Blau individuell ein. Die meisten Nutzer dürften damit allerdings überfordert sein. Hier wäre es wohl besser, das Gerät würde einfach bestimmte Grundeinstellungen wie “kühl”, “warm” oder “neutral” anbieten.

Viele Einstellungsmöglichkeiten

Simple Bedienung

Die technischen Daten weisen den Acer in erster Linie als guten Datenprojektor aus. Die native Auflösung beträgt 800 x 600 (SVGA). Die Leuchtstärke ist mit 3.000 ANSI-Lumen völlig ausreichend für Präsentationen in hellen Räumen, man muss also keine Jalousien herunterlassen. Pech für alle Teilnehmer, die auf ein Schläfchen gehofft haben. Bei den Projektionseinstellungen ist ein eigener Modus für Präsentationen vorwählbar. Notebooks werden über das gute alte VGA-Kabel angeschlossen.

Bildqualität

Doch Acer vermarktet den P1173 auch als Heimkinoprojektor. Hier soll beispielsweise das gute Kontrastverhältnis 13.000:1 für sattes Schwarz und strahlendes Weiß auf der Leinwand sorgen. Stolz verweist der Hersteller auch auf seine weiterentwickelte DLP-Technik (DLP, Digital Light Processing). Die ursprünglich von Texas Instruments entwickelte Technik arbeitet mit einem rotierenden Farbrad mit fünf Segmenten. In der weiter entwickelten Variante besitzt das Farbrad nun sechs Segmente. Das soll für eine noch ausgeglichenere, sattere und differenziertere Farben sorgen.

Deshalb stellt sich die Frage, wie gut die Bildqualität eines Beamer mit SVGA-Auflösung bei der Wiedergabe einer Blu-ray-DVD sein kann. Ausprobiert haben wir es mit dem preisgekrönten Science-Fiction-Film “Gravity” und dem 3D-Dokumentarfilm “Amazonas”. Als Leinwand haben wir die Celexon Economy (184 x 184 cm) benutzt.

Optimiert für Präsentationen; Heimkino nur Mittelmaß

Wer noch nie einen Film über den Beamer gesehen hat, wird begeistert sein. Das Bild ist vor allem durch die reflektierende Leinwand gleichmäßig hell und kontraststark, die Farben satt und natürlich. Erst im direkten Vergleich mit einem guten Heimkinobeamer zeigen sich die Grenzen des P1173. Echte Heimkino-Modelle bieten mehr Detailreichtum und feiner abgestufte Farben. Das zeigt sich beispielsweise in den Grüntönen des Dokumentarfilms “Amazonas”. Die sind beim Heimkino-Projektor Acer H7532BD deutlich feiner abgestuft. Beim Heimkino-Kollegen hat das Bild auch mehr Tiefe und ist wunderbar detailreich. Dafür kostet der H7532BD aber auch mehr als doppelt so viel. Wer aber kein Heimkino-Gourmet ist und sich gerne TV-Staffeln wie “Big Bang Theory” auf großer Leinwand reinzieht, wird mit dem Acer P1173 seinen Spaß haben.

Gut funktioniert übrigens auch der 3D-Modus. Die 3D-Version des Films im Blu-ray-Player starten, im Beamer 3D-aktivieren, Shutterbrille aufsetzen, durch Knopfdruck synchronisieren lassen und das Bild verwandelt sich in 3D. Ein Vorteil der Beamer gegenüber 3D-Vorstellung im echten Kino ist, dass man die Helligkeit im Projektor hochregeln kann, wenn sie durch die Shutterbrille allzu sehr gedämpft wird. Die Brille ist natürlich nicht im Lieferumfang, passende Modelle gibt es in Onlineshops zu Preisen ab etwa 30 Euro.

Anschlüsse und Funktionen

Folgende Anschlüsse stehen zur Verfügung: S-Video, VGA, D-Sub, RS232, USB, Cinch, Audio in-/ -out sowie HDMI. Da nur eine HDMI-Buchse vorhanden ist, muss man immer umstöpseln, wenn man beispielsweise abwechselnd Spielekonsole und DVD-Player verwendet.

Nur ein HDMI Anschluss

Bei der Energieaufnahme gibt sich der Acer durchaus genügsam. Im Normalbetrieb zieht er durchschnittlich 221 Watt aus der Steckdose, im Eco-Modus sind es 185 Watt. Bei abgedunkelten Zimmer und Verwendung einer Leinwand ist der Eco-Modus hell genug, was nebenbei den Vorteil hat, dass auch die Lampe geschont wird. Deren Lebensdauer liegt bei maximal 6.000 Stunden. Die wird voraussichtlich aber nur dann erreicht, wenn man erstens den besagten Eco-Modus nutzt und zweitens das Gerät nach dem Herunterfahren noch am Netz lässt, damit der Lüfter die Lampe langsam herunterkühlen kann. Nach dem Abschalten läuft der Lüfter in der Regel noch mindestens zwei Minuten nach.

Unser Fazit

Der Acer P1173 ist ein preiswerter, leichtgewichtiger und kompakter Beamer, der seine Talente vor allem bei Präsentationen entfaltet. Störend könnte hier nur der relativ laute Lüfter sein. Auch für die Diashow mit Urlaubsfotos und Videos eignet er sich gut.

Als Videobeamer für TV-Serien oder die Blu-ray-DVD macht der P1173 einen ordentlichen Job, zumal 3D einwandfrei funktioniert. Fürs ganz große Heimkino fehlt es am letzten Quäntchen Bildqualität.

(86 Rezensionen)

POSITIV

  • + simple Bedienung
  • + Tasche im Lieferumfang
  • + kompakte Abmessungen

Negativ

  • - lauter Lüfter
  • - kein echter Heimkino-Beamer
Endnote 3,1 Befriedigend

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung
    3.0
     
  • Bedienung
    2.5
     
  • Funktionen
    3.0
     
  • Ausstattung/Anschlüsse
    2.0
     
  • Bildqualität
    3.5
     
  • Umwelteigenschaften
    3.0
     
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