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Acer P1500 Testbericht

alex, 24. März 2015
Endnote 2,1 Gut
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Der Acer P1500 ist durch die hohe Leuchtstärke für Präsentationen geeignet, soll aber auch Home Entertainment-Fans erfreuen. Ob der kleine schwarze Projektor allen Ansprüchen gerecht wird, zeigt der Test.

( Rezensionen)

POSITIV

  • + Full HD und 3D
  • + helles, brillantes Bild
  • + kompakt und leicht
  • + Tasche im Lieferumfang

Negativ

  • - wenig Anschlüsse

Der schwarze Acer P1500 soll tagsüber Grafiken und Tabellen für Businessanwender präsentieren und abends zum Heimkino-Partner werden. Das Gehäuse ist nahezu identisch mit dem des H6510BD, die technischen Unterschiede gering. Wie der H6510BD bringt auch der P1500 Full HD auf die Leinwand und unterstützt 3D. Auf den ersten Blick fällt nur auf, dass der schwarze P1500 relativ wenige Anschlüsse hat. Das Gerät ist derzeit zum Straßenpreis von etwa 550 Euro erhältlich.

Inbetriebnahme

Das Innenleben des P1500 ist praktisch im selben Gehäuse untergebracht wie das des H6510BD. Nur mit dem Unterschied, dass Letzterer in ein weißes Kunststoffgehäuse gepackt ist und der P1500 in ein schwarzes. Die schwarze Variante wirkt dabei etwas eleganter, die weiße etwas klinischer. Einen Designpreis werden beide Modelle nicht gewinnen, aber schließlich kommt es auf das Bild auf der Leinwand an und nicht auf den Projektor im Hintergrund.

Das Design des Acer P1500

Ebenso wie alle anderen Modelle von Acer oder Benq lässt sich der P1500 sehr leicht in Betrieb nehmen. Bei einem technisch einigermaßen geübten Anwender vergehen nach dem Auspacken keine fünf Minuten, bis der Projektor aufgestellt, ans Netz angeschlossen, mit dem Zuspieler Blu-Ray-Player oder Notebook verbunden, und eingeschaltet ist. Nach dem Einschalten vergehen etwa 10 Sekunden, danach stellt man mithilfe des Acer-Schriftzugs auf der Leinwand scharf und es kann losgehen.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt über Tasten auf der Oberseite des Gehäuses oder über die kleine, schwarze Fernbedienung. So oder so, das Menü, das beim Druck auf die entsprechende Taste auf der Leinwand erscheint, ist klar strukturiert und auch ohne Handbuch gut verständlich. Viele Einstellmöglichkeiten, vordefinierte Anzeige-Modi und insbesondere die differenzierte Regelung von Werten wie Kontrast, Helligkeit, Farbtemperatur oder Gammawert geben dem ambitionierten Heimkino-Fan genügend Möglichkeiten, das Bild zu optimieren. Die Kritik, die an den anderen Acer-Modellen möglich ist, gilt aber auch für den P1500. Die Farbtemperatur lässt sich stufenlos an den drei Grundfarben R, G, B einstellen, eine Prozedur, die weniger erfahrene Nutzer völlig überfordern dürfte. In der Regel dürfte der voreingestellte Modus für Videos genau richtig sein. Nutzt man das Gerät für Präsentationen, stellt man den entsprechenden Modus ein.

Praktisch ist die Möglichkeit, das Bild auf die Wandfarbe einzustellen. Wer beispielsweise auf eine gelbliche Raufasertapete projiziert, findet auch dafür die passende Einstellung auf der Fernbedienung.

Der Lüfter arbeitet relativ dezent, sodass auch im Wohnzimmer keine übermäßige Lärmbelästigung aus dem schwarzen Kasten dringt.

Bildqualität

Full-HD-Auflösung, DLP-Technik, und ein Farbrad mit sechs statt fünf Segmenten, sowie Acers Bildverarbeitungsalgorithmen sollen im Verbund mit der Lampentechnik von Osram und Philips eine optimale Bildqualität für Diashows und Videos bieten. Kino-Feeling soll auch dadurch aufkommen, dass der Acer mit 24 Bildern pro Sekunde arbeitet. Das stimmt zwar, wenn man den klassischen Kinofilm als Maßstab nimmt. Im Zeitalter des Digitalkinos, in dem Filme wie Peter Jacksons “Hobbit” schon mit 48 Bildern pro Sekunde produziert werden, gilt das aber nur noch sehr bedingt.

Auch ist das Kontrastverhältnis mit 10.000:1 für anspruchsvolle Heimkinos etwas knapp bemessen. Dafür ist die Helligkeit mit 3.000 ANSI-Lumen auch bei nicht verdunkelten Räumen ausreichend. Das ist gerade bei Präsentationen wichtig.

Die Kinoqualitäten des Acer P1500 zeigen sich sehr schnell. Naturfarben wie das Grün der Bäume kommen leuchtend und trotzdem natürlich rüber. Schärfe und Detailreichtum von Blu-Ray-Filmen sind bestechend. Die für die DLP-Technik typischen aufblitzenden Regenbogenartefakte, waren im Test nicht zu sehen. Bei der Projektion eines völlig weißen Testbilds zeigt sich am Rand ein leichter Helligkeitsabfall, der aber bei Fotos oder Filmen auch dem geübten Auge nicht auffällt.

Im Test haben wir die Leinwand Celexon Economy (184 x 184 cm) benutzt. Mit der 3D-Dokumentation “Amazonas”, und der Science-Fiction-Thriller “Gravity” musste der P1500 seine Qualitäten als Filmvorführer unter Beweis stellen.

Funktionen und Anschlüsse

Die Synchronisation mit der 3D-Shutterbrille von Pulox gelingt auf Anhieb, ohne dass man etwas Besonderes einstellen müsste. Man muss dazu lediglich eine Taste auf dem Brillenbügel der Pulox drücken, und nach wenigen Sekunden steht das 3D-Bild.

Die Anschlüsse an der Rückseite des P1500

Bei den Anschlüssen zeigt sich der P1500 allerdings wesentlich sparsamer als die anderen Beamer aus gleichem Hause. Natürlich sind Anschlüsse für VGA, USB, S-Video, Composite- und S-Video vorhanden und selbstverständlich auch der HDMI-Anschluss. Mehr aber auch nicht. Der P1500 beschränkt sich hier auf das notwendigste.

Verbrauch und Lampen

Mit 237 Watt Energieaufnahme im Normalmodus und 183 Watt im Energiesparmodus ist der P1500 einen Tick sparsamer als der H6510BD, der Unterschied ist jedoch in der Praxis kaum relevant. Die Lebensdauer der Lampe liegt bei pfleglicher Behandlung und fleißiger Anwendung des Energiesparmodus bei maximal 7000 Stunden. Eine Original-Ersatzlampe kostet circa 150 Euro.

Unser Fazit

Der P1500 gefällt durch einen relativ leisen und gleichmäßig drehenden Lüfter, und ein sehr helles, brillantes und natürlich wirkendes Bild. Das Menü bietet wie alle Acer-Geräte zahlreiche Einstellmöglichkeiten. Einziges Manko: Der Projektor bietet nur die notwendigsten Anschlüsse. Als Heimkino-Beamer für mittlere Ansprüche und fürs Büro gleichermaßen geeignet.

( Rezensionen)

POSITIV

  • + Full HD und 3D
  • + helles, brillantes Bild
  • + kompakt und leicht
  • + Tasche im Lieferumfang

Negativ

  • - wenig Anschlüsse
Endnote 2,1 Gut

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung/Design
    2.5
     
  • Bedienung
    1.5
     
  • Funktionen
    2.5
     
  • Ausstattung/Funktionen
    2.5
     
  • Bildqualität
    2.0
     
  • Stromverbrauch/Lampen
    2.5
     
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