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Acer X133PWH Testbericht

alexx, 9. Mai 2015
Endnote 2,6 Befriedigend
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Der Acer X133PWH ist ein preiswerter Einstiegsprojektor, der für den Geschäfts- und Heimbereich geschaffen wurde. Obwohl er keine Full-HD-Auflösung besitzt, sondern nur WXGA, gibt er 3D-Blu-rays mit 144 Hz wieder und besitzt ein akzeptables Lüftergeräusch. In unserem Test haben wir ihn mal genauer unter die Lupe genommen.

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POSITIV

  • + hohe Lichtleistung
  • + einfache Bedienung
  • + 3D-Projektion mit 144 Hz

Negativ

  • - keine Full-HD-Auflösung
  • - nur ein HDMI-Anschluss
  • - suboptimale Werkseinstellung
  • - Farbtemperatur nicht einstellbar
  • - unbeleuchtete Fernbedienung

Ausstattung und Funktionen

Der Acer X133PWH besitzt eine Bildauflösung von 1280 x 800 Pixel. Trotzdem nimmt er Filme mit voller Full-HD-Auflösung entgegen, gibt diese dann aber nur mit reduzierter WXGA-Auflösung wieder – und das ist zu sehen. Der Blu-ray-Player oder AV-Receiver können an die HDMI-Schnittstelle angeschlossen werden. Computersignale werden über den VGA-Anschluss zugespielt. Für ältere DVD-Player und Videorecorder steht ein Video- und ein S-Video-Eingang zur Verfügung. 
Die Maximalhelligkeit des X133PWH habe ich mit 2560 Lumen ermittelt, was erheblich unter der Herstellerangabe von 3000 Lumen liegt. Wie bei praktisch allen Projektoren ist dieser Bildmodus zu grünstichig, so dass ich den Bildmodus „Hell“ für Games und Filme als ungeeignet erachte. Besser sehen die Farben in der Werkseinstellung „Standard“ aus. Mit rund 2000 Lumen (D65) ist dieser Bildmodus hell genug, um die üblichen Leinwandbreiten bis 3 Meter im Heimkino strahlend hell auszuleuchten – sogar bei kontrolliertem Restlicht.

Der Zoom-Regler ist im Gehäuse davor eingelassen, wie bereits bei den größeren Modellen von Acer, wodurch ein unabsichtliches Verstellen wirksam verhindert wird. Der Fokus wird direkt vorne am Objektiv eingestellt.

Für 2 Meter Bildbreite benötigt der X133PWH einen Projektionsabstand von 3,10 – 3,40 Meter. In meinem Heimkino kann ich den Projektor hinter/über mir aufstellen, so dass er beim Filmgenuss nicht in meinem Blickfeld ist.
3D-Filme von Blu-ray werden mit flackerfreien 144 Hz (Triple Flash) wiedergegeben. Ebenso lobenswert finde ich bei einem so preiswerten Projektor, dass alle legal erhältlichen 3D-Filme, die ich auf Sky und YouTube getestet habe, problemlos auf dem X133PWH laufen. 
Das Ein- und Ausschalten gelingt sehr schnell. Innerhalb von nicht einmal 15 Sekunden erscheint ein Bild auf der Leinwand. In der gleichen Zeit ist die Nachkühlzeit abgeschlossen, nachdem der Acer ausgeschaltet worden ist.

Alle Anschlussbuchsen befinden sich an der Seite des X133PWH: 1 HDMI, 1 VGA, 1 Video, 1 S-Video, 1 USB.

Inbetriebnahme und Bedienung

Der Acer X133PWH besitzt auf der Oberseite ein Tastaturfeld für die wichtigsten Einstellungen. Benötigt werden diese Tasten üblicherweise aber nicht, weil die Steuerung komplett mit der Fernbedienung erfolgt. Der Infrarot-Geber kann in Richtung Leinwand gehalten werden, und der X133PWH nimmt die Befehle zuverlässig entgegen.

Der Acer X133PWH besitzt umfangreiche Einstellmöglichkeiten auf der Oberseite.

Das Lüftergeräusch finde ich vollkommen akzeptabel. Es verursacht die üblichen Strömungsgeräusche, um die Lampe zu kühlen. Sobald ein Ton aus der Musikanlage kommt, ist das Betriebsgeräusch für mich nicht mehr störend.
 Der X133PWH besitzt sogar ein kleines Zoomobjektiv. In diesem Preissegment eher eine Seltenheit. Damit gestaltet sich mir die Ausrichtung des Bildes auf die Leinwand sehr einfach. Von einer Maximalnutzung des Reglers rate ich jedoch ab, weil in max. Weitwinkel/Tele das Bild nicht mehr über die gesamte Bildfläche scharf zu stellen ist. Vor allem Texte erscheinen zum Rand hin zunehmen unschärfer. Als ideale Position empfehle ich etwa die Mittelstellung. Die Bildschärfe ist dann zwar immer noch etwas „weicher“ am Rand – aber für einen Projektor in dieser Preisklasse ist das vollkommen in Ordnung.

Die kleine Fernbedienung ist nicht beleuchtet und erschwert dadurch die Navigation im dunklen Heimkino. Sie liegt aber gut in meiner Hand, und die wichtigen Tasten sind logisch angeordnet. Bereits mit wenig Übung gelingt es mir, mich zügig durch die Menüs zu navigieren.

Die Schärfe- und Zoom-Regler selbst versprühen keine hochwertige Bedienqualität. Sobald diese Stellregler genutzt werden, laufen sie nicht „rund“, sondern „scheuern“ anscheinend – wie Kunststoff auf Kunststoff. Ungeachtet dieser Eigenschaften, die ich dem günstigen Preis zuschreibe, gelingen die Einstellungen damit außerordentlich feinfühlig. Selbst kleinste Korrekturen führt der Acer mit hoher Genauigkeit durch.

Ab Werk ist der Bildmodus „Standard“ aktiviert. Meine Messung bestätigt, dass die Farbtemperatur von 6500 Kelvin (D65) annähernd erreicht wird. Schwarz/Weißfilme und dunkle Filmszenen erscheinen dadurch vollkommen farbneutral. Einzelne Grauabstufungen sind nicht verfärbt. Noch minimal besser eignet sich jedoch der Bildmodus „Benutzer“. Satte 2057 Lumen (D65) knallt der Acer X133PWH damit auf die Leinwand. Das reicht aus für Präsentationen und Spielfilme bei kontrolliertem Restlicht am Tage. Die Farben selbst treffen ihre Sollpunkte im Farbraum nicht. So erscheint Grün ein wenig zu Geld, was sicherlich der hohen Lichtleistung geschuldet ist. Rot ist etwas kräftiger, wovon Gesichtsfarben profitieren. Blau sieht etwas heller aus. Entgegen dieser sicherlich nicht optimalen Farbwiedergabe, gefällt mir der Farbeindruck in Filmen ziemlich gut.

Nachfolgend gebe ich euch ein paar Einstellungs-Tipps. So kann der Acer X133PWH seine optimale Performance ausschöpfen:

Zunächst sollte in den Bildmodus „Benutzer“ gewechselt werden. Durch die geringe Erhöhung des Kontrastreglers auf „51“ erhöhen sich Helligkeit und Kontrast ein wenig. „Gamma“ solltest Du zwingend von „2.2“ auf „2.0“ reduzieren. Nur auf diese Weise werden alle Details nahe Schwarz auch dargestellt – und die Farben erscheinen homogener. Das war es dann auch schon.

Nach den Korrekturen kommt die volle Full-HD-Auflösung zwar nicht auf der Leinwand an, weil die Auflösung des Projektors dafür schlicht nicht ausreicht, aber der hohe Kontrast von 2050:1 schlägt voll durch. Weiße und schwarze Bildinhalte werden sauber abgegrenzt.

Bildqualität

Bereits mit wenigen Einstellungen erzeugt der Acer X133PWH ein Bild, das mir im Heimkino wirklich großen Spaß macht. Die hohe Maximalhelligkeit von 2057 Lumen (D65), die im Bildmodus „Benutzer“ erzielt werden, ermöglichen riesige Bildbreiten bis zu 5,00 Meter. Auf meiner 3 Meter breiten Leinwand leuchtet der blaue Himmel in „Casino Royale“ (Kapitel 2) so prachtvoll, als ob ich mich selbst auf dem Baugelände befinde, auf dem James Bond seinen Gegner jagt. Die Roten Kräne heben sich plastisch vor dem türkisfarbenen Meer ab. Die grünen Palmenblätter sehen natürlich aus. Obwohl sie bei ganz genauer Betrachtung etwas zu viele Gelbanteile besitzen, beeinträchtigt das meinen insgesamt positiven Farbeindruck kaum.

Nach optimaler Einstellung und Ausrichtung des Acer X133PWH, erscheint das Fadenkreuz in Pixelauflösung in der Bildmitte noch scharf (Bild rechts). Zur Seite hin nimmt die Schärfe klar erkennbar zunehmend ab (Bild links).

In der Montenegro-Szene (Kapitel 8) fährt der Schnellzug durch ein Tal. Hier unterschlägt der X133PWH ein paar Feindetails. So sehen die feinen Gräser eher wie ein grüner Teppich als. Auch die Nadelstreifen auf dem Anzug des Doppel-Null-Agenten sind unvollzählig. Hier limitiert einfach die Auflösung des Projektors. Wer auf diese feinen Details nicht achtet, oder schlicht keine Kenntnisse davon hat, der erfreut sich vielmehr am sonnengebräunten Gesicht von Vesper.

Beim Spiel „F1 2015“ wird die Rennstrecke zum Rand hin nicht ganz so knackig dargestellt wie in der Bildmitte. Die Lenkbewegungen werden aber nahezu in Echtzeit vom Acer X133PWH projiziert. So macht Motorsport Spaß. Zumal der Projektor nicht vor mir steht, sondern hinter mir aufgestellt ist, so dass ich vom Spielgeschehen nicht unnötig abgelenkt werde.

Die Panoramaaufnahme von Hamburg habe ich aus dem „Hanseatic Trade Center“ geschossen. Es besitzt zahlreiche Inhalte, um die Stärken und Schwächen von Projektoren aufzudecken.

Während der Acer X133PWH die Panoramaaufnahme noch mit prächtigen Farben und hoher Plastizität projiziert, fällt in der Ausschnittsvergrößerung dann doch die geringere WXGA-Auflösung auf. Der Schriftzug „Stadtrundfahrt“ auf dem Doppeldecker ist nicht mehr lesbar. Ebenso sind die weißen Richtungspfeile auf dem blauen Straßenschild nicht mehr zu erkennen. Das Backsteingebäude wird hingegen in annähernd originalgetreuen Farben reproduziert.

3D-Blu-rays machen ungemein viel Freude auf der großen Leinwand. Zu verdanken ist das der relativ hohen Lichtausbeute. Obwohl auch hier die verringerte Auflösung ein paar Details kostet, finde ich das Schwarz schön dunkel. Hier macht sich der hohe Kontrast des X133PWH positiv bemerkbar. Darüber hinaus kann ich praktisch keinerlei Helligkeitsflimmern sehen, was der 144-Hz-Wiedergabe (Triple-Flash) zu verdanken ist.

Präsentationen vor Publikum finde ich hingegen nicht so schön. Kleine Texte sind am Rand schwer zu lesen.

Stromverbrauch und Lampen

Die Leistungsaufnahme des Projektors beträgt laut Hersteller 235 Watt im hohen Lampenmodus. Davon entfallen 190 Watt auf die Lampe. 6000 Stunden soll die Lampe halten, wenn der Projektor im Eco-Modus betrieben wird. Im hohen Lampenmodus wird die Lebensdauer mit ordentlichen 5000 Stunden beziffert. Aufgrund des relativ niedrigen Lampen-Preises, der ca. 125 Euro beträgt, wird der Filmspaß zu Hause richtig günstig mit 2 Cent/Stunde im Eco-Lampenmodus.

Der Acer X133PWH ist ein preiswerter Einstiegsprojektor, der mit wenigen Handgriffen ein farbenprächtiges Bild erzeugt

Unser Fazit

Der Acer X133PWH ist ein preiswerter Einstiegsprojektor, der mit wenigen Handgriffen ein farbenprächtiges Bild erzeugt, das mir im Heimkino wirklich großen Spaß bereitet. Das Lüftergeräusch finde ich vollkommen in Ordnung. Die native Bildauflösung beträgt 1280 x 800 Pixel. Trotzdem nimmt der Acer Filme mit voller Full-HD-Auflösung entgegen, gibt diese aber nur mit reduzierter WXGA-Auflösung wieder – und das ist zu sehen. Das führt zu Verlusten von Feindetails. Die hohe Maximalhelligkeit von 2057 Lumen (D65), der herausragend gute Kontrast und der homogene Graustufenverlauf sorgen hingegen für ein brillantes und farbintensives Bild mit hoher Plastizität. 3D-Filme werden in flimmerfreien 144 Hz (Triple Flash) projiziert. Obgleich der Acer X133PWH mit den deutlich teureren Full-HD-Projektoren insgesamt nicht ganz mithalten kann, bietet er ein tolles Preis/Leistungsverhältnis und kann als wahres Schnäppchen empfohlen werden.

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POSITIV

  • + hohe Lichtleistung
  • + einfache Bedienung
  • + 3D-Projektion mit 144 Hz

Negativ

  • - keine Full-HD-Auflösung
  • - nur ein HDMI-Anschluss
  • - suboptimale Werkseinstellung
  • - Farbtemperatur nicht einstellbar
  • - unbeleuchtete Fernbedienung
Endnote 2,6 Befriedigend

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung
    2.5
     
  • Bedienung
    2.5
     
  • Funktionen
    2.0
     
  • Austattung/Anschlüsse
    2.2
     
  • Bildqualität
    3.0
     
  • Umwelteigenschaften
    2.0
     
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