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Acer X1373WH Testbericht

Alexander, 2. März 2014
Endnote 2,4 Gut
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Der Acers Projektor X1373WH ist gut für Präsentationen, soll aber auch Heimkinofreunde glücklich machen. Zudem akzeptiert er auch die Videos oder Fotos von Smartphones. Ob der Acer echtes Heimkino-Feeling bringt, zeigt der Test.

(97 Rezensionen)

POSITIV

  • + guter Allround-Projektor
  • + einfache Bedienung
  • + hohe Lichtleistung
  • + unterstützt MHL für Daten vom Smartphone

Negativ

  • - lauter Lüfter
  • - nur eine HDMI-Buchse

Einen kompakten Projektor für Präsentationen und Heimkino stellt Acer mit dem X1373WH vor. Für 380 Euro gehört der Beamer zu den Geräten, die auch preislich erschwinglich sind. Auf Full-HD-Auflösung muss man verzichten, die native Auflösung beträgt 1280 x 800 Pixel (WXGA, 16:10), man bekommt hier also einen Datenprojektor mit Video-Ambitionen. Dafür ist die Leuchtstärke mit 3.000 ANSI Lumen auch für helle Räume oder die Nutzung im Freien ausreichend. Und der hohe Kontrastwert von 13.000:1 ist auch ein Argument fürs Heimkino, weil somit sattes Schwarz und reines Weiß wenigstens annähernd möglich werden. Sogar 3D wird unterstützt.

Allround-Talent in weiß

Inbetriebnahme und Bedienung

Das Design des Acer ist möglicherweise nicht jedermanns Sache. Das kantige Gehäuse, das klinische Weiß, die großen Luftaustrittslöcher an der Vorderseite, das alles wirkt nicht besonders heimelig oder elegant, sondern eher kühl und puristisch. Aber im Heimkino ist das Design des Beamers eher zweitrangig, schließlich schaut man auf die Leinwand und nicht auf das Gerät. Der Acer ist mit 26,4 x 22 x 7,8 cm außerdem recht kompakt.

Den in 30 Sprachen gedruckten Quick Start Guide, der dem Nutzer erklärt, wie er den Beamer einschaltet, hätte man sich sparen können. Allerdings ist die Inbetriebnahme so leicht, dass ein Blick ins Handbuch hier überflüssig ist.

Der Acer geht ziemlich flott an den Start. Nach dem Einschalten vergehen nur 20 Sekunden und es kann losgehen. Das Menü ist übersichtlich gegliedert, die Fernbedienung mit den farblich markierten Tasten ist es auch. Automatisch erkennt der Acer die Zuspielquelle. Will man die Einstellungen für den Projektionsmodus oder die Farbgebung verändern, bietet der Acer alle Optionen, die in dieser Preisklasse sinnvoll sind. Neben den üblichen Regelmöglichkeiten für Helligkeit und Kontrast kann man beispielsweise auch die Farbtemperatur verändern. Das ist allerdings nicht sehr anwenderfreundlich gelöst, der Nutzer muss die Intensität von Rot, Grün oder Blau jeweils einzeln regeln. Für die meisten Anwender praxisnäher wäre sicher, wenn sie einfach zwischen mehreren Stufen wie „warm“, „kühl“ und „normal“ wählen könnten.

Allerdings fällt auf, dass das Gerät im Betrieb sehr warm wird, vor allem die Unterseite. Der Lüfter hat offensichtlich eine Menge zu tun und ist dementsprechend nicht der leiseste. Sitzt man relativ nahe am Beamer und läuft im Film gerade eine stille Szene, kann das durchaus störend sein. Im Eco-Modus ist der Lüfter spürbar leiser.

Inbetriebnahme: Schnell am Start

Einfache Bedienung

Bildqualität

Langsam nähern wir uns der zentralen Frage, wie es der Acer X1373WH mit der Bildqualität hält. Das Gerät arbeitet mit der ursprünglich von Texas Instruments entwickelten Projektionstechnik DLP (Digital Light Processing). Die Technik nutzt bewegliche Mikrospiegel, die das Licht auf ein Farbrad mit sechs Segmenten leiten. Daneben soll ein von Acer entwickelter Bildverarbeitungsalgorithmus im Verbund mit der Lichtsteuerungstechnik, die wiederum von den Lampenherstellern Osram und Philips stammt, für leuchtende und natürliche Farben sorgen.

Mächtig stolz ist Acer darauf, dass der Beamer wie klassische Kinofilme mit einer Bildwiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde projiziert. Das soll echtes Kinofeeling in die Herzen der Heimkinozuschauer zaubern. Die Argumentation hinkt allerdings etwas, denn im Zeitalter der digitalen Filmproduktion gilt das mit den 24 Bildern nicht mehr ganz. So wurde beispielsweise Peter Jacksons „Hobbit“ mit 48 Bildern pro Sekunde gedreht. Und gerade Actionfilme profitieren von der höheren Bildwiederholrate, weil schnelle Bewegungen flüssiger dargestellt werden können.

Beim Science-Fiction-Drama „Gravity“ und der 3D-Doku-„Amazonas“ musste der Acer zeigen, wie viel Kino in ihm wirklich steckt. Nun, die Bildqualität ist durchweg in Ordnung. Farben kommen leuchtkräftig und natürlich, ohne übertrieben satt zu wirken. Schärfe und Detailreichtum sind ebenfalls gut. Mit einem ausgewachsenen Full-HD-Heimkinoprojektor kann das Gerät nicht ganz mithalten, dafür fehlt es dem Bild dann doch etwas an Tiefe und Detailreichtum. Das ganz große Heimkino für Cineasten kann der Acer nicht bieten, aber wer sich öfter mal TV-Serien als DVD oder Blu-ray holt, wird mit dem Acer zufrieden sein.

Solides Heimkino

Die maximale Bilddiagonale beträgt laut Hersteller 7,62 Meter. Im Test haben wir die Leinwand Celexon Economy (184 x 184 cm) benutzt, die im Verbund mit dem Projektor ein brillantes Bild zaubert. Danach wird man den Beamer nie wieder auf eine Raufasertapete richten.

Anschlüsse und Funktionen

Bei den Anschlüssen bringt der Acer alles mit, was von einem Beamer dieser Preisklasse zu erwarten ist: Cinch-Video, S-Video, VGA, RS232, Mini-USB, Audio-out und HDMI. Einen zweiten HDMI-Anschluss sucht man vergebens, das war in dieser Preisklasse wohl nicht mehr drin.

Dafür kann der Beamer auch Videos oder Fotos vom Smartphone wiedergeben. Der dafür zuständige Standard heißt MHL (MHL, Mobile High-Definition Link). Über einen als Zubehör erhältlichen Dongle lassen sich die Daten vom Smartphone sogar drahtlos übertragen. Das ist vor allem für Businessanwendungen interessant, wenn man eine Präsentation auf dem Tablet oder Smartphone drahtlos zum Beamer schickt.

Akzeptiert Daten vom Smartphone

Stromverbrauch und Lampen

Beim Stromverbrauch erweist sich der Acer als durchschnittlicher Vertreter seiner Klasse, im Normalbetrieb zieht er durchschnittlich 200 Watt aus der Steckdose, im Eco-Modus sind es mit 185 Watt nicht viel weniger.

Fast so schnell wie er gestartet ist, begibt sich der Beamer auch wieder zur Ruhe. Nach dem Ausschalten dreht der Lüfter noch ein oder zwei Minuten, um Lampe und Elektronik herunterzukühlen und steht dann still. Wer den lampenschonenden Eco-Modus fleißig benutzt, darf bei der Lampe von bis zu 10.000 Stunden erwarten. Eine Ersatzlampe kostet etwa 121 Euro.

Unser Fazit

Der Acer X1373WH ist durch die WXGA-Auflösung, die Unterstützung von MHL und die hohe Lichtstärke ideal für Präsentationen geeignet. Die gute Bildqualität, der hohe Kontrastwert und die 3D-Tauglichkeit machen ihn aber auch zum passablen Heimkino-Beamer.

(97 Rezensionen)

POSITIV

  • + guter Allround-Projektor
  • + einfache Bedienung
  • + hohe Lichtleistung
  • + unterstützt MHL für Daten vom Smartphone

Negativ

  • - lauter Lüfter
  • - nur eine HDMI-Buchse
Endnote 2,4 Gut

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung
    2.5
     
  • Bedienung
    2.0
     
  • Funktionen
    2.0
     
  • Ausstattung/Anschlüsse
    2.5
     
  • Bildqualität
    2.5
     
  • Umwelteigenschaften
    3.0
     
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