Endnote 1,7 Gut
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BenQ TH681 Testbericht

Alexander, 11. November 2014
Endnote 1,7 Gut
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Der BenQ TH681 ist in erster Linie als lichtstarker Projektor fürs Heimkino gedacht, der auch auf der schattigen Terrasse noch einsetzbar ist. Daneben ist er auch als Präsentationsbeamer nutzbar. Der Test zeigt, wie gut die Bildqualität ist – und, wo das Gerät Schwächen hat.

(447 Rezensionen)

POSITIV

  • + satte Farben und hohe Schärfe
  • + unaufdringliches, elegantes Design
  • + unkomplizierter 3D Modus

Negativ

  • - nur eine HDMI-Schnittstelle
  • - lauter Piepton beim Ein- und Ausschalten
  • - sehr kleine Fernbedienung

Als Heimkino-Projektor, der aber auch für Präsentationen taugt, vermarktet BenQ seinen TH681. Mit 3000 ANSI Lumen ist er leuchtstark genug, um auch ohne Verdunkelung ein helles Bild oder auf einem schattigen Plätzchen im Freien eine schöne Sommerkino-Vorstellung geben zu können. Die Full HD-Auflösung (1920 × 1080) sollte für ein feines Heimkinoerlebnis sorgen. Der Listenpreis beträgt 839 Euro, in Onlineshops ist das Gerät schon unter 600 Euro gesichtet worden.

Im eleganten schwarz-weißen Gehäuse kommt der BenQ TH681 daher. Die Tasten auf der schwarz glänzenden Oberseite des Gehäuses sind so flach, dass sie nur etwa einen Millimeter heraus stehen. Das Objektiv ist mit einer Kunststoffkappe geschützt. Das Gehäuse ist mit Abmessungen von 312 x 104 x 244 Millimeter (B x H x T) relativ groß, und auch die zahlreichen Lüftungsöffnungen sind großzügig bemessen. Das erleichtert dem Lüfter die Arbeit und verspricht einen niedrigen Geräuschpegel.

Solides Heimkino

Inbetriebnahme und Bedienung

Die Inbetriebnahme ist nicht schwierig. Auspacken, ans Stromnetz hängen, Notebook oder Blu-ray-Player einstöpseln, und einschalten. Den Rest erledigt das Gerät automatisch. Nach dem Einschalten ist das Gerät in 20 Sekunden einsatzbereit, es meldet sich allerdings mit einem unangenehm lauten Piepton und auch der Lüfter heult geradezu furchterregend auf. Dann beruhigt er sich aber schnell. Während des Betriebs arbeitet der Lüfter angenehm gleichmäßig und wird nicht übermäßig laut. Deutlich zu hören ist er aber jederzeit. Die Wärmeentwicklung ist beim Betrieb dank des geräumigen Gehäuses moderat. Er wird jedenfalls nicht so heiß wie beispielsweise der Acer H7532BD.

Inbetriebnahme: problemlos

Übersichtliche Menüs

Im Menü lassen sich die Einstellungen individuell konfigurieren. So kann man beispielsweise die Projektion an die Wandfarbe anpassen oder die Farbtemperatur einstellen. Bei der Farbtemperatur gibt es nur drei Stufen: „normal“, „warm“ oder „kühl“. Das ist praxisnah gelöst, denn die meisten Anwender dürften mit der stufenlosen Einstellung der Intensität von Rot, Grün und Blau überfordert sein. Als Projektionsmodi stehen „Kino“, „Präsentation“, „Dynamisch“, „sRGB“ sowie zwei Benutzermodi zur Verfügung. Alle Änderungen sind sofort im Bild sichtbar.
Die Menüs sind sehr übersichtlich und logisch aufgebaut, nur die Schriften erscheinen etwas klein auf der Leinwand, das ist ergonomisch nicht optimal. Auch die Fernbedienung mit der winzigen Menü-Taste ist recht klein geraten.

Bildqualität

Mit einem guten Kontrast von 13.000 : 1 ermöglicht der BenQ TH681 annähernd sattes Schwarz und reines Weiß. Annähernd deshalb, weil in Wohnräumen hell gestrichene Wände oder Möbel das Licht von der Leinwand auf diese zurückwerfen und damit dunkle Stellen aufhellen. So ist beispielsweise in dem Science-Fiction-Thriller „Gravity“ das Schwarz des Weltalls nie völlig schwarz, sondern eher dunkelgrau. Wer sattes Schwarz will, muss sich einen kleinen Kinosaal mit dunklen Wänden einrichten.
Im Test haben wir die Leinwand Celexon Economy (184 x 184 cm) benutzt. Bei der Projektion des 3D-Doku-Films „Amazonas“ zeigt sich die Qualität des Beamers. Der BenQ setzt auf die von Texas Instruments entwickelte Projektionstechnik DLP (Digital Light Processing), bei dem Millionen beweglicher Mikrospiegel das Licht auf ein Farbrad mit sechs Segmenten leiten. Das ergibt ein Bild mit natürlichen und doch satten Farben.

Satte Farben und hohe Schärfe

Anschlüsse und Funktionen

Mit Anschlüssen ist der Beamer reichlich gesegnet. Er bietet Buchsen und Schnittstelle, um alle möglichen Zuspielgeräte wie Notebook, Spielekonsole oder Blu-ray-Player anschließen zu können, darunter D-Sub, Composite Video, S-Video, VGA, USB, Audio-in, Audio-out und HDMI. Zusammengehörige Anschlüsse sind farblich markiert, so dass hier eigentlich nichts schief gehen sollte.

Leider ist nur ein HDMI-Anschluss vorhanden. Das ist lästig, weil man beim Wechsel des Zuspielgeräts ständig umstöpseln muss.
Der eingebaute 10-Watt-Lautsprecher bietet natürlich keinen Heimkinosound, ist aber kräftig genug, um im Notfall auch mal einen Dokumentarfilm wiederzugeben, bei dem es nicht auf spektakuläre Soundeffekte ankommt.

Überraschend kräftiger Sound

Auch im 3D-Modus macht der BenQ TH681 keine Zicken. Einfach im Blu-ray-Player den Film in der 3D-Version starten, die Shutterbrille aufsetzen, durch Tastendruck mit dem Projektor synchronisieren, das war’s. Der Projektor setzt im 3D-Modus die Bildwiederholrate auf 144 Hertz hoch, um so ein noch stabileres Bild zu generieren. Im Praxistest macht sich dieses Feature im Vergleich zu anderen 3D tauglichen Projektoren jedoch nicht als Qualitätssprung bemerkbar.

Der TH681 beherrscht neben Full HD auch typische PC-Auflösungen wie WXGA (1280 x 800) oder XGA (1024 x 768), so dass man ihn auch als Datenprojektor nutzen kann.

Stromverbrauch und Lampen

Auch in Sachen Energieeffizienz geht der BenQ TH681 mit der Zeit. Neben dem Normal- gibt es einen Sparmodus sowie Smart Eco. Letzterer regelt die Helligkeit der Lampe abhängig vom Bildsignal. Im Normalbetrieb, also bei maximaler Helligkeit der Lampe, genehmigt sich das Gerät durchschnittlich 238 Watt, im Sparmodus sind es etwa 198 Watt, bei Smart Eco schwankt der Stromverbrauch zwischen 184 und 238 Watt.

Die Lebensdauer der Lampe gibt der Hersteller mit maximal 6500 Stunden an, sofern man die stromsparenden Modi fleißig benutzt. Die Ersatzlampe gibt es für ca. 130 Euro, das ist einigermaßen preisgünstig. Nach dem Ausschalten läuft die Kühlung noch ca. eine halbe Minute weiter, dann verabschiedet sich der BenQ TH681 mit einem unangenehm lauten Piepser.

Unser Fazit

Der BenQ TH681 ist ein ausgezeichneter Heimkinoprojektor mit guter Bildqualität, der durch natürliche Farben und hohe Schärfe überzeugt. Im Menü lassen sich Werte wie Helligkeit, Kontrast oder Farbe individuell nachregeln. Der 3D-Modus mit Shutterbrille funktioniert einwandfrei. Durch die hohe Leuchtstärke von 3000 Ansi-Lumen ist der Beamer auch auf der Terrasse oder im Garten einsetzbar, sofern es da schattig ist. Ein Nachteil ist, dass der BenQ TH681 nur eine HDMI-Buchse vorhält. Als Datenprojektor macht das Gerät einen guten Job. Hier helfen vor allem der schnelle Start und das ebenfalls recht zügige Abkühlen nach dem Ausschalten.

(447 Rezensionen)

POSITIV

  • + satte Farben und hohe Schärfe
  • + unaufdringliches, elegantes Design
  • + unkomplizierter 3D Modus

Negativ

  • - nur eine HDMI-Schnittstelle
  • - lauter Piepton beim Ein- und Ausschalten
  • - sehr kleine Fernbedienung
Endnote 1,7 Gut

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung
    1.5
     
  • Bedienung
    2.0
     
  • Funktionen
    1.5
     
  • Ausstattung/Anschlüsse
    2.0
     
  • Bildqualität
    1.5
     
  • Umwelteigenschaften
    2.0
     
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