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BenQ TW523P Testbericht

Alexander, 8. Oktober 2014
Endnote 2,3 Gut
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Der TW523P gehört zu den kleinsten Projektoren auf dem Markt, die für Präsentationen und Heimkino gleichermaßen geeignet sein wollen. Der Test zeigt, ob der kleine Benq der Doppelbelastung gewachsen ist.

(93 Rezensionen)

POSITIV

  • + leicht und kompakt
  • + hohe Leuchtstärke
  • + einfache Bedienung

Negativ

  • - lauter Lüfter
  • - Bildqualität fürs Heimkino nicht ideal

Als „Home-Allrounder“ bezeichnet Benq seinen TW523P. In Onlineshops gibt es ihn für knapp 400 Euro. Zahlreiche Anschlussmöglichkeiten und die Projektionstechnik DLP lassen nicht nur auf eine ordentliche Leistung als Datenbeamer, sondern auch auf ein gutes Heimkino-Erlebnis hoffen.

Inbetriebnahme und Bedienung

Ein kompaktes Leichtgewicht in Weiß, das ist der erste Eindruck, den der Benq TW523P nach dem auspacken vermittelt. Für ein so leichtes mobiles Gerät (28,3 x 95 x 22,2 ) wäre eine Tasche nett gewesen, doch Benq zeigt sich dieser Hinsicht knauserig. Auch auf eine Schutzkappe für das Objektiv muss man verzichten.

Allround-Beamer für Video und Daten

Die Bedienung macht keine Probleme. Alle Einstellungen regelt man entweder über die putzige kleine Fernbedienung oder über die Tasten auf der Oberseite des Geräts. Einstellen lassen sich unter anderem Werte wie Kontrast, Helligkeit, Farbtemperatur oder Farbsättigung. Bei der Farbtemperatur gibt es nur die drei Einstellungen „warm“, „kühl“ und „normal“. In fast allen Fällen sollte man die Einstellung „normal“ belassen. „Warm“ hat zu viel Rot, „kühl“ zu viel Blau. Abgesehen davon, ist die Beschränkung auf drei Einstellungen für die allermeisten Nutzer einfach und praxisnah.

Je nach Anwendung stellt man im Bildmodus auf Kino, Präsentation oder das neutrale sRGB, daneben gibt es zwei benutzerdefinierte Einstellungen. Bei Präsentationen wird einfach ein Notebook über VGA angeschlossen.

Wie bei den meisten sehr kleinen Geräten ist wenig Platz im Gehäuse, deshalb muss der Lüfter schneller drehen, um den Hitzestau abzuführen. Dementsprechend ist der kleine Beamer auch relativ laut. Für Leute, die gerne ruhige Arthouse-Filme mit ganz vielen Dialogen sehen, ist der Benq TW523P deshalb nicht die erste Wahl.

Kompaktes Gehäuse

Simple Bedienung

Bildqualität

Die Bildqualität ist gemessen an Ansprüchen eines Datenprojektor sehr gut, das Bild gleichmäßig hell, die Farben korrekt. Mit WXGA-Auflösung (WXGA 1280 x 800) und einer hohen Leuchtstärke von 3.000 ANSI-Lumen ist der TW523P eben ein idealer Datenprojektor. Auch die hochwertige DLP-Technik (DLP, Digital Light Processing) mit dem 6-Segment-Farbrad trägt zur insgesamt guten Bildqualität bei. Für eine Präsentation mit Multimedia-Elementen wie Fotos oder Videos ist der TW523P ein idealer Partner.

Im Heimkino-Einsatz ist die Vorstellung nicht mehr ganz so berauschend. Der Science-Fiction-Film „Gravity“ und der 3D-Dokumentarfilm „Amazonas“ sehen auf der Leinwand, einer Celexon Economy (184 x 184 cm), erst mal sehr gut aus. Das gilt aber nur, wenn man nicht weiß, was ein guter Heimkino-Beamer zu leisten im Stande ist. Die Farben des Benq sind natürlich und frisch, doch im Vergleich zu einem Heimkino-Modell mit Full HD-Auflösung (1920 × 1080) fehlt es dann eben doch etwas an Detailreichtum und Farbtiefe. Da hilft auch das gute Kontrastverhältnis von 13.000:1 nicht entscheidend weiter.
Wer keine sehr hohen Ansprüche ans Heimkino stellt und den Benq nutzt, um beispielsweise TV-Serien zu gucken, kann mit der gebotenen Bildqualität aber völlig zufrieden sein. Die ist ohne Abstriche gut – nur eben nicht allerfeinstes Heimkino.

Gut für Daten, aber kein großes Heimkino

Anschlüsse und Funktionen

Als Schnittstellen stehen zur Verfügung: D-Sub, Composite Video, S-Video, Audio in/Audio out, RS232, USB und HDMI. Mehr als genug also für die Kommunikation mit der Außenwelt. Wie in dieser Preisklasse üblich, steht aber nur ein HDMI-Anschluss zur Verfügung, man muss also umstöpseln, wenn man das Zuspielgerät wechselt. Das ist lästig, aber in der niedrigen Preisklasse wohl nicht anders machbar.

Gut gelungen ist auch die 3D-Funktionalität. Im Verbund mit der Shutterbrille von Benq, der „New 3D Glasses II“, beweist die oben erwähnte 3D-Dokumentation über den Amazonas die ganze Faszination dieser Technik. Ein Vorteil der Beamer gegenüber dem echten Kino ist der Aspekt Helligkeit. Shutterbrillen nehmen ja einiges an Helligkeit weg. Beim Projektor regelt man in diesem Fall die Lichtintensität hoch und gleicht damit den Helligkeitsverlust aus.

D-Sub, Composite Video, S-Video, Audio in/Audio out, RS232, USB und HDMI

Darüber hinaus hält der Benq TW523P noch einige Funktionen bereit, um die Bedienung zu vereinfachen. Mit dem 1,2fach-Zoom etwa lässt sich das Bild auf der Leinwand etwas vergrößern, sollte der Projektor zu nahe stehen. Die Zuspielquelle wird automatisch erkannt.

Verbrauch und Lampen

Auch in Sachen Stromsparen macht der Benq eine gute Figur. Neben dem Normalmodus, bei dem durchschnittlich 221 Watt benötigt werden, gibt es noch einen Sparmodus, einen Lampenschonmodus (Lamp Save) und den Modus Smart Eco. Bei dieser ursprünglich von Philips entwickelten Technik wird die Helligkeit je nach Bildinhalt dynamisch angepasst. Am sparsamsten ist Lamp Save, hier zieht das Gerät nur 145 Watt. Bei abgedunkeltem Zimmer ist das Bild auch in den stromsparenden Modi hell genug.

Etwa zehn Sekunden nach dem Abschalten geht die Lampe aus, der Lüfter dreht noch ein oder zwei Minuten weiter. Solange sollte man das Gerät auch am Netz lassen, damit Lampe und interne Elektronik schonend heruntergekühlt werden können.
Die Lampe hält bis zu 10.000 Stunden, also länger als die Lebensdauer eines solchen Geräts sein dürfte. Natürlich nur, wenn man fleißig die Stromspar-Modi benutzt und das Gerät nach dem Ausschalten noch in Ruhe abkühlen lässt. Eine Ersatzlampe ist zu Preisen ab etwa 160 Euro zu haben.

Unser Fazit

Der Benq TW523P ist durch seine kompakten Abmessungen und die hohe Leuchtstärke gut als Datenprojektor geeignet. Allerdings hätte Benq dem mobilen Beamer gerne noch eine Tasche spendieren können. Für den Heimkino-Einsatz taugt das Gerät ebenfalls, gegenüber hochwertigen Kino-Beamern sind bei der Bildqualität aber deutliche Abstriche zu machen.

(93 Rezensionen)

POSITIV

  • + leicht und kompakt
  • + hohe Leuchtstärke
  • + einfache Bedienung

Negativ

  • - lauter Lüfter
  • - Bildqualität fürs Heimkino nicht ideal
Endnote 2,3 Gut

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung
    1.5
     
  • Bedienung
    2.0
     
  • Funktionen
    2.5
     
  • Ausstattung/Anschlüsse
    2.5
     
  • Bildqualität
    2.5
     
  • Umwelteigenschaften
    1.5
     
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